Reminder: Auf den Körper hören

Neulich sprach ich mit jemandem darüber, dass ich meine Rückenschmerzen während meines Umzugs eine Zeitlang ignoriert hatte. Ich wollte schließlich fertig werden. Später gingen die Rückenschmerzen ja auch wieder weg.

Mein Gesprächspartner sagte nur, dass man auch mal auf seinen Körper hören könne.

Klar höre ich auf meinen Körper!  Hab ich gedacht und sinngemäß auch gesagt. Und dann fing ich an, mich zu fragen, ob das eigentlich wirklich immer stimmt.

Wie sehr achten wir im Laufe des Tages eigentlich auf die Signale unseres Körpers? Das sind ja auch die kleinen Dinge wie Hunger, Durst, Müdigkeit. Machen Sie eine Pause, wenn Sie sich müde fühlen? Die meisten holen sich vermutlich einen Kaffee. Viele rauchen vielleicht auch. Oder essen Schokolade. Jeder weiß eigentlich, dass das nicht ideal ist.

Vor allem lernt man immer mehr, die Signale seines Körpers zu ignorieren. Manchmal spreche ich mit Menschen, die ihren Körper gar nicht richtig bemerken. Und wir alle kennen das sicher, dass wir bei Stress den Körper nicht mehr so spüren.

Sicherlich hat es damit zu tun, dass wir denken, wir müßten weiter funktionieren. Die Arbeitswelt scheint von uns konstante Leistung über viele Stunden zu erwarten, nur dann ist es genug. Oder erwarten wir das von uns? Dürfen wir wirklich keine Pause machen oder uns mal ausruhen? Oder um Hilfe bitten? Oder uns die Zeit nehmen, zum Sport zu gehen oder zum Arzt, wenn wir merken, dass mit unserem Körper etwas nicht stimmt? Oder einfach schlafen gehen, wenn wir müde sind?

Ich glaube schon, dass wir das alles dürfen. Wir allein entscheiden. Das tut niemand für uns. Im Büro kommt selten jemand an und sagt: So, jetzt ruh Dich aber mal aus. Durchsetzen müssen wir diese Dinge selber. Und dazu gehört auch, mal wieder mehr auf den eigenen Körper zu hören.

Ich gebe zu, neu war hier nichts. Aber es ist gut, wenn man mal wieder erinnert wird.

 

 

 

 

 

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