Motivation

In einem Gespräch mit einer Führungskraft fiel mir gestern wieder einmal auf, wie viel es ausmacht, wenn man positiv über die Menschen denkt, mit denen man zu tun hat.

Dieser Vorgesetzte erfuhr von einem Termin seines Mitarbeiters und nahm sofort die schlimmstmögliche Variante an, d.h. fragte nach, ob der Termin in der vom Vorgesetzten imaginierten Negativversion ablaufen würde. Immerhin hat er gefragt. Allerdings war zu spüren, dass der Mitarbeiter sehr irritiert war, weil er selbstverständlich gut vorbereitet und absolut professionell seine Aufgabe erledigen wollte. So etwas ist doch unnötig. Hier wird jemand unnötig frustriert und mit Mißtrauen konfrontiert.

Selbst wenn man als Führungskraft schon viel Schlimmes gesehen hat und sich oft fragt, ob die eigenen Mitarbeiter eigentlich mitdenken und motiviert sind, ist es sehr gefährlich, sich von diesen Gefühlen zu sehr leiten zu lassen. Die meisten Menschen bemühen sich, ordentliche Arbeit zu leisten, d.h. anzunehmen, sie machen tendenziell das Schlimmstmögliche, entspricht auch einfach nicht der Realität. Was aber viel schlimmer ist: Mit dieser Haltung frustriert man Menschen, das heißt, wenn sie so etwas öfter erleben, glauben sie früher oder später, dass man ihnen ohnehin nichts zutraut. Dann wird die Leistung logischerweise abnehmen. Self fulfilling prophecy.

Positiv auf Menschen zugehen und ihnen etwas zutrauen bewirkt in der Regel genau das Gegenteil: Mehr Motivation und bessere Ergebnisse. Einfach mal ausprobieren.