“Ich möchte immer hart arbeiten.”

Obiger Satz stammt aus einem Selbstbeschreibungsfragebogen. Ich habe öfter lächeln müssen, wenn ich diesen Satz las, allerdings gibt es gar nicht so wenige Menschen, die diesem Satz zustimmen. Manchmal scheint es mir so, als ob nur harte Arbeit, die ein klein wenig mit Schmerz und Leid verbunden ist, so richtig gut ist. Ist das wirklich so? Muss harte Arbeit weh tun?

Kürzlich habe ich mit einer Kundin ein Coaching zum Thema Selbstmanagement gemacht. Dabei haben wir über Disziplin und die ideale Arbeitsstundenzahl des Tages geredet. Bei ihr war es genau andersherum: Sie hatte große Sorge, dass sie bei zu hoher Arbeitsbelastung ausbrennen könnte und dass es ihr Leben sehr beeinträchtigen könnte. Allerdings führt zu geringer Arbeitseinsatz auch zu Stress, weil man nie schafft, was man möchte. Und zufrieden macht das auch nicht.

Und das Manager Magazin hat eine Rangliste der Großkonzerne mit den meisten Burnoutfällen aufgestellt. (http://www.manager-magazin.de)

Wo ist der Zusammenhang?

Es ist das Gleichgewicht, damit sage ich nun wirklich nichts Neues, aber man kann es nicht oft genug sagen. Arbeit und Entspannung müssen sich abwechseln. Und Freude an der Arbeit schadet nicht. Ganz im Gegenteil.

Ich persönlich glaube, dass Überlastung und Burnout vs. Freude an der Arbeit und Inspiration auch viel damit zu tun haben, mit welcher Haltung man an die Sache herangeht. Warum muss ich unbedingt leiden und hart arbeiten? Warum habe ich Angst, etwas falsch zu machen, und strenge mich daher noch mehr an? Wozu glaube ich, dass ich der/die letzte im Büro sein muß? Was bringt mit eigentlich Karriere? Welchen Sinn sehe ich in meiner Arbeit? Wofür bekomme ich Anerkennung? Wie stelle ich mir mein Leben vor?

Grundsätzlich halte ich harte Arbeit nicht für gefährlich. Ich halte es für gefährlich, aus Prinzip zu schuften. Das Ziel sollte im Vordergrund stehen und der Sinn.

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