Generation Y und die falschen Götter

Kürzlich ist ein Artikel erschienen, in dem Thomas Sattelberger in einem Interview Interessantes zur Generation Y sagt.

Herr Sattelberger kritisiert das hohe Sicherheitsbedürfnis und die mangelnde Innovationskraft der jungen Generation.  Die sehr kritischen Kommentare zu dem Artikel zeigen aber auch, dass erst mehr Verständnis dafür da sein muss, wie man neue Wege gehen kann.

Hier der link zum Originalartikel:
http://www.huffingtonpost.de/2014/08/11/thomas-sattelberger-generation-y-_n_5667238.html

Ich kann mir schon vorstellen, dass es für Generation Y schwierig sein dürfte, sich auszuprobieren, die Sicherheit zu verlassen und dabei herauszufinden, was sie wirklich will. Das war für jede Generation schwierig, aber ist es sicherlich heute besonders. Trotzdem ist das Bedürfnis nach Sinn ja sehr groß.

Dem gegenüber steht die – vielleicht sogar quälende – Frage nach dem “What’s in for me?”, also die Suche nach dem Nutzen eines Tuns. Muss man nicht die eigenen Ziele und die eigene Bestimmung erst sehr präzise kennen, bevor man so eine Frage überhaupt beantworten kann?

Solange man einerseits immer das tut, was den größtmöglichen Nutzen verspricht und andererseits nach einer gewissen Sicherheit und Ordnung strebt, kann natürlich wenig Neues entstehen. Ich glaube, dass man genau das lernen kann: Sich auf unbekanntes Terrain einlassen und ausprobieren.

Wenn ich immer nur Dinge tue, deren Nutzen für mich erkennbar ist, dann habe ich auch immer eine gewisse Kontrolle, erlebe eher selten etwas, was mich irritiert oder verwirrt. Natürlich besteht immer die Gefahr des Scheiterns, mit dem man dann auch umgehen muss. Man kann daran wachsen, wenn man daraus lernt. Die Erfahrungen, die man mit Unvorhersehbarem, Selbstlosem, Chaotischem oder Fremdartigem macht, zeigen uns, was wir alles können und zwingen uns zur Weiterentwicklung.

Wenn wir uns kennenlernen, können wir auch die Frage nach dem Sinn und dem Nutzen für uns persönlich beantworten.