Gen Y

Seit einiger Zeit wird viel über Generation Y geschrieben. Dabei entsteht bisweilen der Eindruck, dass Mitarbeiter aus der Generation Y schwierig zu führen sind und eher einer verwöhnten Trophy-Generation angehören als leistungsbereiter Nachwuchs für die Unternehmen zu sein.

An dieser Stelle möchte ich das Bild etwas anders beleuchten: Mein Eindruck ist, dass die jungen Mitarbeiter von Mitte bis Ende 20, also die vielzitierte Gen Y, motiviert ist bis in die Haarspitzen! Und wie immer kann man Motivation als Führungskraft zwar nicht erzeugen, aber durchaus reduzieren oder zerstören.

Ich habe den Eindruck, dass es helfen kann, die Motivation zu kanalisieren, indem man gut dosierte Herausforderungen bietet. Natürlich brauchen junge Menschen, deren Leben – statistisch betrachtet – vollständig von Eltern, Schule und Hochschule fremorganisiert war und die für alles, was sie taten, ein Feedback und sehr häufig ein Lob erhielten, einen anderen Rahmen für ihre Arbeit, als es frühere Generationen forderten. Das fordert wiederum die Führungskräfte, die anderes gewohnt sind: Genau die richtige Balance zu finden zwischen Anleitung und Hilfestellung und der Herausforderung, etwas allein machen zu können. Wenn der junge Kollege etwas nicht auf Anhieb perfekt macht, wie immer keine Rückdelegation annehmen, aber trotzdem sensibel darauf zu achten, ob die Hilfe des Vorgesetzten gebraucht wird. Individuell auf die Person eingehen. Man kann als Führungskraft das auch als Möglichkeit des Wachstums für sich selbst begreifen.

Die Gen Y werden wir nicht ändern, aber wir können mit ihnen lernen. Ich persönlich glaube, dass diese Generation viel Positives in die Unternehmen trägt.

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