Feedback geben ist ganz einfach

Führungskräfte hören immer wieder, dass sie Feedback geben sollen und wissen oft nicht, wie man das eigentlich macht.

Mitarbeiter betonen, wie wichtig es ihnen ist, wertgeschätzt zu werden und Rückmeldungen zu ihrer Arbeit zu erhalten. Ich höre oft traurige Berichte extrem frustrierter Menschen, deren Führungskräfte scheinbar ihre Arbeit nicht anerkennen. So etwas destabilisiert mehr, als man das als Vorgesetzter wahrhaben will.

Hier dazu ein paar Punkte, die mir wichtig erscheinen:

  • Nehmen Sie wahr, was Ihre Mitarbeiter gut machen. Beachten Sie dabei, wo der einzelne gerade in seiner Entwicklung steht. Für den einen ist eine Aufgabe eine Kleinigkeit, die für den anderen schwierig ist. Holen Sie also die Leute da ab, wo sie stehen.
  • Sagen Sie, wenn Ihr Mitarbeiter etwas gut gemacht hat. Sagen Sie was und warum.
  • Sagen Sie, wenn Ihr Mitarbeiter etwas nicht gut gemacht hat. Freundlich und klar und absolut eindeutig in der Sache. Überlegen Sie gemeinsam, wie man das ändern kann. Stellen Sie klar, was Sie erwarten.
  • Machen Sie sich die Mühe, den einzelnen Menschen zu sehen, was ihn persönlich ausmacht, welche Werte er hat, was ihm leicht fällt, was schwieriger für ihn ist. Nur so können Sie Ihre Mitarbeiter angemessen fördern.
  • Eine Gehaltserhöhung kann die obigen Punkte nicht ersetzen.
  • Ehrlich empfundene und geäußerte Anerkennung, klares Feedback, wenn etwas nicht gut war, und eine stabile, respektvolle, persönliche Beziehung führen dazu, dass Vertrauen zwischen Ihnen und Ihrem Mitarbeiter entsteht. Und idealerweise Loyalität. Auf dieser Grundlage lassen sich eine Menge schwieriger Aufgaben, Situationen, Change Prozesse, und was da noch alles kommen mag, bewältigen.
  • „Keine Zeit“ ist nur eine Ausrede.

Sorgen Sie für gute Beziehungen in Ihrem Team, das ist für alle Beteiligten und für das Ergebnis Ihrer Arbeit eine wichtige Grundlage, wenn nicht die wichtigste. Feedback ist ein Weg dorthin, nicht der einzige, aber ein wichtiger.