Die Karten

Kürzlich las ich ein sehr schönes Buch, eine romanhaft geschriebene Biographie. Darin wurde das Leben einer mutigen Frau dargestellt, die immer wieder, auch bei Schicksalsschlägen, einen oftmals kreativen Weg gefunden hat, ihr eigenes und das Überleben ihrer Familie zu sichern.

Die Dame hatte keineswegs bequeme Voraussetzungen, um im Leben erfolgreich zu sein. Trotzdem war sie es.

Sie hat die Karten, die ihr gegeben wurden, einfach bestmöglich gespielt.

Das finde ich bewundernswert: Akzeptieren, was ist, und nicht damit hadern, dass einem aber diese und jene Voraussetzung fehlt, und dann einfach machen. Und vor allem, und das kommt uns heute immer mehr abhanden, akzeptieren, dass es eben auch mal wehtun kann, wenn man um etwas kämpft. Akzeptieren, dass Anstrengung nicht weiter schlimm ist.

Ich erlebe es immer wieder einmal, dass Menschen zwar Wünsche haben, diese aber nicht in klare Ziele umformulieren, dabei ist das der wichtigste Schritt: Anschauen, was ist, und dann überlegen, wo man hin will.

Dazu muss man natürlich auch wissen, welchen Weg man wählen soll, um das gesetzte Ziel zu erreichen. Auch die Entscheidung für einen Weg ist nicht immer ganz einfach, denn heute ist die Auswahl oftmals sehr groß. Aber wenn man den Weg gefunden hat, dann kann es losgehen.

Umsetzen. Auch hier spüre ich oft, dass es vielen schwerfällt, bei der Umsetzung konsequent zu sein. Denn sie kostet etwas, und wenn es nur Anstrengung ist. Aber genau das, sich anzustrengen, eine Leistung gebracht zu haben, das macht dann am Ende stolz und zufrieden.

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