Boreout

Während über Burnout viel gesprochen wird und es in den meisten Unternehmen als chic gilt, wenn man extrem viel zu tun hat und das auch zeigt, wird das Thema Boreout immer noch eher totgeschwiegen. Dabei gibt es durchaus nicht wenige Menschen, die in Befragungen berichten, dass sie sich unterfordert fühlen. Trotzdem gilt es als unschicklich, den Arbeits- oder Anspruchsmangel der eigenen Tätigkeit zuzugeben.

Sehr schön stellt dies und viele andere interessante Aspekte das Buch “Diagnose Boreout” dar, näheres dazu auf der Webseite der Autoren:
http://www.boreout.com/

Mir fällt bei diesem Thema immer wieder auf, dass es Überwindung kostet, den eigenen Vorgesetzten um mehr Arbeit und Herausforderung zu bitten. Da schwingt ja immer die Angst mit, dass der eigene Job überflüssig sein könnte, dass man in Zukunft statt unter- dann überfordert werden könnte oder dass der Chef das gar nicht nachvollziehen kann und gar nichts tut. Ich finde trotzdem, dass man Vorgesetzten die Chance geben sollte, etwas zu ändern an der unglücklichen Situation. Wenn sich nichts ändert, gilt wieder einmal: Love it, change it or leave it. – womit klar sein dürfte, was für die meisten ein sinnvoller nächster Schritt wäre.

Je nach Freundeskreis kann es auch hier schwierig sein, das Thema anzusprechen, gerade weil ja heute jeder extrem beschäftigt zu sein scheint. Wie kann man da zugeben, dass man nicht weiß, wie man den Tag bis zum Abend füllen soll? Gerade Freunde können aber sehr helfen bei der Erkenntnis: In meinem Job stimmt etwas nicht, ich muß etwas tun. Oftmals ist externe Unterstützung hier hilfreich.

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