Pro und Contra Coaching

Im Human Resources Manager (http://humanresourcesmanager.de), eine sehr gute Fachzeitschrift, wie ich finde, las ich einen spannenden Artikel über das Pro und Contra von Coaching.

Es gibt sicher nicht nur hier auch den Gedanken, dass Coaching nicht notwendig und durch andere Maßnahmen ersetzbar sein soll. Warum auch sollte man mit einer außenstehenden Person diverse Jobfragen und dabei bisweilen relativ persönliche Dinge erörtern und den recht anstrengenden Weg gehen, sein Verhalten nach und nach selber zu verändern, wenn man das Ergebnis auch auf anderem Wege erzielen könnte? Klingt doch plausibel.

Wenn das in Unternehmen funktioniert, wunderbar. Ich glaube auch nicht, dass man um jeden Preis jede Führungskraft und jeden Mitarbeiter immer weiter “optimieren” sollte. So verstehe ich Coaching aber auch nicht. Es geht weder darum, dem Coachee jede Entscheidung abzunehmen, noch um jahrelanges gemeinsames Kaffeetrinken.

In der Praxis erlebe ich, dass trotz guter Einarbeitung, passenden Seminaren und regelmäßiger, guter Betreuung durch den Vorgesetzten im Alltag Probleme auftreten können, die so mannigfaltig wie individuell sind. Solche Themen sind vielleicht noch nicht mal dramatisch, bremsen denjenigen aber im Arbeitsalltag unwahrscheinlich aus. Und wenn es dann ein Coaching schafft, in einer angemessenen Zahl von Sitzungen bei der Lösungsfindung zu helfen, dann denke ich, das ist gut investiertes Geld. Dabei wahrt ein guter Coach eine professionelle Distanz und überläßt es dem Coachee, seinen eigenen, individuellen Weg zur Lösung zu finden und zu gehen. Aus welchem Grund sollte man diese hilfreiche Möglichkeit nicht nutzen?

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